Frankfurter Zukunftsrat
7. November 2011

„Gute elterliche Partnerschaft sichert die Zukunft von Wissenschaft und Wirtschaft“

Journalisten SymposiumIn Zeiten, in denen eine traditionelle Familie bestehend aus Mutter, Vater und mehreren Kindern längst nicht mehr der Normalfall ist, diskutierten in drei interdisziplinären Gesprächsrunden Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Journalismus, Wissenschaft folgende Fragestellungen:

  • Familie im Wandel = Gefährdung der Partnerschaft?
  • Bindung und Bildung = Wirtschaftlicher Fortschritt?
  • Förderung der Partnerschaft – aber wie?

Nach einführenden Worten durch den Gründer des Frankfurter Zukunftsrats, Prof. Dr. Manfred Pohl, und den Gründer der Deutschen Familienstiftung, Prof. Dr. Ludwig Spätling, gab der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner einen Einblick in die Strukturen, die ein Land schaffen kann, um eine adäquate Kinder- und Familienbetreuung zu gewährleisten. Die Steigerung des gesellschaftlichen Wertes der Familie sowie die Gewährleistung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Elternteile sind hier nur zwei Beispiele.

Im Anschluss stellte Prof. Dr. em. Dr. h.c. Laszlo A. Vaskovics (ehem. Direktor des Staatsinstitutes für Familienforschung der Universität Bamberg) seine Forschungsergebnisse zur Pluralisierung unterschiedlicher partnerschaftlicher und familiärer Entwicklungsverläufe vor. Auch wenn verschiedene Formen der Partnerschaft und Familie heutzutage gesellschaftlich und kulturell legitimiert sind, so heißt dies nicht automatisch, dass der Wandel die Auflösung der traditionellen Familie schlechthin bedeutet. Unter der Moderation von FAZ-Redakteur Guido Franke diskutierten Dana Schweiger, Ex-Frau von Til Schweiger und selber vierfache Mutter sowie erfolgreiche Unternehmerin, zusammen mit Uli Hauser von des Magazins Stern, Stefan Grüttner und Professor Vaskovics die verschiedenen Familienmodelle und tauschten ihre persönlichen Erfahrung aus.

Die zweite Podiumsdiskussion unter der Leitung der Chefredakteurin der Zeitschrift ELTERN, Marie-Luise Lewicki, wurde durch einen Vortrag von Prof. Dr. Peter Zimmermann (Bergische Universität Wuppertal) eingeläutet. Er verdeutlichte verschiedene Ansätze der Bindungstheorie und belegte anschaulich, wie soziale und familiäre Einflüsse kognitive und schulische Fähigkeiten beeinflussen. In der folgenden Gesprächsrunde diskutierten zudem Dr. Bernhard Bueb als ehemaliger Leiter der Schule Schloss Salem und Jana Schimke von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände über die Zusammenhänge zwischen Bindung und Bildung.

Jane Uhlig, Geschäftsführerin des Frankfurter Zukunftsrats, moderierte die dritte Podiumsdiskussion zu dem Thema „Förderung der Partnerschaft – aber wie?“, nachdem Professor Hahlweg in seiner Einführung die Bedeutung von partnerschaftlichen Lernprogramm und ihre langfristigen Einflüsse auf den Erhalt einer Beziehung präsentiert hatte. Mitdiskutierten zudem Annkatrin Farin, Inhaberin der Farin & Company GmbH, und Prof. Dr. Ludwig Spätling.


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