Schulsystem-Politik

Ulrike Gote

Ulrike Gote

Statement

Bildung der Zukunft muss Klimabildung sein. Spätestens mit dem Pariser Abkommen von 2015 ist Klimabildung zur Pflichtaufgabe für alle Bildungsakteure geworden. Empowerment und Resilienz sind die Maßstäbe, an denen gelingende Klimabildung zu messen ist. Schule muss Schülerinnen und Schülern die Kompetenz vermitteln, Komplexität zu erfassen und auszuhalten und mit Unsicherheiten, die soziale und technische Entwicklungen mit sich bringen, umgehen zu können. Durch eine fundierte MINT-Bildung und die Vermittlung einer ganzheitlichen Sicht auf die Digitalisierung müssen Verständnis und Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ermöglicht werden. Klimabildung ist in gleichem Maße auch politische Bildung mit dem Ziel, politische Prozesse bewerten zu lernen und die Demokratie zu stärken. Es geht darum, Schülerinnen und Schüler zu selbständiger Urteilskraft und Handlungsfähigkeit angesichts der Herausforderungen der Klimakrise mit allen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen mit einer globalen Perspektive zu befähigen. Kommunen können eine wichtige fördernde und steuernde Rolle für Klimabildung spielen, indem sie alle relevanten Akteure zusammenführen und helfen, Bildungsprozesse und -angebote zu moderieren und zu vernetzen. Die Kommune ist als realer Ort und getragen durch alle Bereiche der Kommunalpolitik Lern- und Aktionsort für Bildung der Zukunft.

Biografie

Diplom-Geoökologin
geboren 1965 in Trier
verheiratet, 3 Kinder
1985 Abitur
1985-86 Studium der Humanmedizin Universität Heidelberg
1986-1994 Studium Diplom-Geoökologie Universität Bayreuth und University of East Anglia, GB-Norwich
1994-1998 Forschungsarbeiten zur Rekultivierung im Braunkohletagebau im Rahmen eines Graduiertenstipendiums des Cusanuswerks
1998-2018 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Wahlkreis Oberfranken
2013-2018 Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags
2002-2009 und 2018 Stadträtin in Bayreuth
seit August 2019 Stadträtin in Kassel, Dezernat V

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