Finanzethik & Steuergerechtigkeit

Finanzethik: Die Finanzkrise 2008 hat verdeutlicht, dass das internationale und vor allem das deutsche Finanzsystem in seinem Grundaufbau falsch organisiert sind. Die Entwicklung der Finanzmärkte in den letzten Jahren fordert eine tiefgründige Erforschung des Werte- und Normengefüges. Es müssen Leitlinien formuliert werden um verantwortliches Handeln zu schaffen. Im deutschen und europäischen Steuersystem können Unternehmen in unterschiedlicher Weise Steuern hinterziehen und so dem Staat um Milliarden schädigen, wie beispielsweise die Diskussionen um Steueroasen, die Panamakrise usw. zeigen.

Steuergerechtigkeit: Der Grundsatz der Gleichheit der Besteuerung ist nicht mehr vorhanden. Die Steuer orientiert sich längst nicht mehr an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerzahler (Leistungsfähigkeitsprinzip) noch daran, dass die Steuer folgerichtig (schlüssig) ausgestaltet ist (Folgerichtigkeitsprinzip). Es gibt zu viele „Schlupflöcher“, die von Privaten und Unternehmen genutzt werden. Hier ist Handlungsbedarf notwendig. Diese zwei Problematiken bedürfen einer spezifischen Aufarbeitung. Hierzu wurde ein interdisziplinär zusammengesetztes Wissenschaftsteam gegründet.

Sitzungen:

1. Sitzung

2. Sitzung

Folgende Personen gehören ihm an:

Prof. Dr. Ulrike Ackermann

Gründerin und Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung, Heidelberg

Prof. Dr. Christian Elger

Direktor der Klinik für Epileptologie, Universität Bonn, und Wissenschaftlicher Geschäftsführer, Life & Brain GmbH, Bonn

Reinhard Hübner

Vorsitzender des Beirats der Hübner GmbH & Co. KG.

Markus Meinzer

Vorstand Tax Justice Network, Marburg

Prof. Dr. Manfred Pohl

Gründer des Frankfurter Zukunftsrats e.V. und Vorsitzender seines Wissenschaftlichen Beirats

Prof. Dr. Reinhard Schmidt

Professor (Emeritus) für Internationales Bank- und Finanzwesen, Goethe-Universität, Frankfurt

PD Dr. Ulrich Thielemann

Direktor des MeM - Denkfabrik für Wirtschaftsethik, Berlin